Conversion Optimierung hilft beim Webcontrolling

Wir haben schon diverse Möglichkeiten genannt, wie - und auch warum- Kunden gezielt auf den eigenen Online-Auftritt geleitet werden können. Nun widmen wir uns dem Umstand, dass der Kunde auch auf der Seite verweilen soll. Er soll schnell finden, wonach er sucht. Umfassende Maßnahmen aus den Bereichen SEO, SEA und Social Media führen zwar häufig zu stark steigenden Besucherzahlen, sie erhöhen allerdings selten auch die Conversion-Raten. Entspricht die besuchte Webseite nicht den Erwartungen des Kunden, "spring er sofort ab". Ein oft zu beobachtendes Phänomen ist dabei eine steigende Bounce Rate (Absprungrate).

Die gesammelten Daten und Erkenntnisse des Webcontrolling-Reports müssen in die Tat umgesetzt werden. Hier hilft eine gut strukturierte Conversion-Optimierung.

Interessanterweise ist ein Onlineshop einem lokalen Ladengeschäft sehr ähnlich. Der Kunde muss ab der ersten Seite des Onlineshops das Gefühl haben, gut aufgehoben zu sein. Übersichtliche Seiten, klare Strukturen und ein transparenter Bestellvorgang, der jederzeit die Möglichkeit zum Abbrechen und Ändern bietet, sind hier selbstverständlich. Das ist zwar ohnehin gesetzlich vorgeschrieben, aber auch hier gibt es das Minimum, welches gerade so eben den Vorgaben entspricht und das Optimum, welches Vertrauen beim potenziellen Kunden schafft. Besondere Zertifizierungen, wie beispielsweise das TrustedShops- oder das Protected-Shops-Logo tragen dazu bei, Vertrauen bei einem möglichen Kunden zu wecken und die gewünschten Conversions herbeizuführen.

Ebenfalls vergleichbar mit einem lokalen Geschäft ist der Wunsch des Kunden nach einem einfachen Bestellvorgang. Der Kunde möchte sich ein Produkt aussuchen, zur Kasse gehen und es bezahlen. Fertig. Genauso sollte der Kauf auch in einem Onlineshop ablaufen. Wichtig ist es hier, den Bestellvorgang in Ihrem Onlineshop dahingehend zu untersuchen, ob der Ablauf so funktioniert. Wie viele Seiten muss ein Kunde tatsächlich sehen, bevor er bestellen kann? Wie viel Text muss gelesen werden? Welche persönlichen Daten verlangt der Onlineshop vom Kunden und ist eine Bestellung auch als Gast (also ohne Benutzerkonto) möglich? All diese Faktoren werden in der Conversion-Optimierung berücksichtigt und das Nutzerverhalten dahingehend untersucht, an welchen Stellen der Kunde "abspringt".

Sehr viele Bestellvorgänge werden insbesondere bei der Auswahl der Bezahl- und Versandart abgebrochen. Findet sich unter den möglichen Zahlarten keine vom Kunden favorisierte Bezahlart, so wird der Kunde den Bestellvorgang aller Wahrscheinlichkeit nach sofort abbrechen und die gewünschte Conversion somit nicht herbeiführen. Fast schon die gleiche Bedeutung hat mittlerweile die Auswahl des Versanddienstleisters erlangt. Auch wenn nicht jeder Versanddienstleister angeboten werden muss, so sollte doch zumindest eine Auswahl bestehen.

Sind diese grundlegenden Faktoren berücksichtigt und optimiert, existiert noch ein weiterer fundamentaler Bounce-Faktor, der keinesfalls ignoriert werden darf. Der potenzielle Kunde hat ein interessantes neues Produkt Ihres Unternehmens in einem sozialen Netzwerk entdeckt, weil ein Freund es geteilt hat. Er hat anschließend das Produkt "gegoogelt" und Ihren Onlineshop an erster Stelle gefunden. Nun öffnet er Ihren Onlineshop - auf seinem Smartphone. Leider ist die Seite nicht für mobile Geräte optimiert, sodass sich dem interssierten Besucher die schwer zu bedienende Desktopansicht präsentiert. Keine noch so gute SEO/SEA-Maßnahme und auch kein grandioser Social-Media-Auftritt können diesen Eindruck noch retten. Kein Kunde wird sich den Onlineshop auf seinem Smartphone länger anschauen wollen und höchstwahrscheinlich auch nicht die gewünschte Conversion herbeiführen. Eine responsive Webseite und ein für mobile Endgeräte optimierter Onlineshop sind zweifelsfrei obligatorischer Bestandteil einer jeden Conversion-Optimierung!