Warum ein Wechsel für Unternehmen im deutschsprachigen Raum zum strategischen Vorteil wird

Der langjährige Dienstleister fällt plötzlich aus, Unternehmen finden Im Joomla-Ökosystem zunehmend schwerer einen Nachfolger, der belastbaren Support, zeitnahe Sicherheitsupdates und einen konstanten Schutzstandard gewährleisten kann. Problematisch wird das, da die Anforderungen an genau diesen Schutzstandard stetig und rasant steigen.

Die Kombination aus wachsendem Pflegeaufwand und schwindender Verfügbarkeit von Joomla-Entwicklern in der DACH-Region macht Joomla technisch zunehmend zum Risiko.

Wir übernehmen gerne für Neukunden ein bestehendes Joomla System. Intensiv prüfen wir zunächst Sicherheit, Struktur und Zukunftsfähigkeit. Wenn dann das Thema Neuentwicklung der Unternehmens-Website im Raum steht, fällt die Entscheidung in den meisten Fällen zügig zugunsten von TYPO3. 

Für Entscheider lohnt sich eine faktenbasierte Einordnung, die wir hier anbieten, denn hier geht es um Investitionssicherheit und langfristige Planung. Unsere technischen Vorlieben stehen hier im Hintergrund. Wir kennen beide Content Management Systeme und haben damit ausreichend Erfahrungen sammeln dürfen, um Stärken und Schwächen sachlich und zuverlässig einzuordnen.

Joomla im Marktvergleich: eine Plattform mit schwindender Basis

Joomla galt lange als solide Alternative im CMS-Markt. Aktuelle Zahlen zeigen jedoch einen klaren und anhaltenden Rückgang in der Verbreitung des Systems. Der weltweite Marktanteil sank von 9,3 Prozent im Jahr 2014 auf aktuell rund 1,9 Prozent, mit einem Minus von etwa 20 Prozent allein seit 2024. Für neue Projekte im deutschsprachigen Raum spielt Joomla dabei kaum noch eine Rolle.

Ein schrumpfender Marktanteil hat direkte Konsequenzen für den laufenden Betrieb. Weniger aktive Entwickler bedeuten eine schmalere Basis an gepflegten Erweiterungen und eine langsamere Reaktion auf zunehmende neue Bedrohungen. Genau das erleben wir bei der Übernahme bestehender Joomla-Projekte immer wieder in Form veralteter Erweiterungen und Templates.

Sicherheit als wiederkehrender Schwachpunkt

Ein Blick in die Sicherheitshistorie zeigt, warum Vorsicht angebracht ist. 2024 wurde mit CVE-2024-21726 eine fundamentale Schwachstelle im Joomla Core-Filtersystem bekannt, die sich zu Remote Code Execution ausweiten ließ, ausgelöst durch einen einzigen Klick eines Administrators auf einen präparierten Link.

2026 folgte eine kritische Schwachstelle in der weit verbreiteten Joomla Content Editor Erweiterung mit der höchsten CVSS-Bewertung von 10.0, die aktiv von automatisierten Angriffskampagnen ausgenutzt wurde. Solche Fälle zeigen ein wiederkehrendes Muster: Die Angriffsfläche liegt weniger im Joomla Core selbst als im breiten Ökosystem an Erweiterungen von Drittanbietern, deren Pflegequalität stark variiert.

Stärken von TYPO3 im Unternehmenskontext

TYPO3 wurde von Beginn an mit Enterprise-Anspruch entwickelt. Im direkten Vergleich zeigen sich mehrere strukturelle Vorteile.

In TYPO3 organisiert der Seitenbaum Inhalte und Menüs gemeinsam, sodass Redakteure auf einen Blick sehen, was auf welcher Seite erscheint. Bei Joomla werden Inhalte und Menüs getrennt gepflegt, was die Übersicht bei wachsendem Umfang erschwert.

TYPO3 verwaltet mehrere Websites und Marken sauber aus einer zentralen Installation heraus. Joomla benötigt für vergleichbare Mehrfachauftritte innerhalb einer Installation umständliche Weiterleitungslösungen.

Sprachversionen sind bei TYPO3 fest im Core verankert und lassen sich zentral verwalten, ein klarer Vorteil für Unternehmen mit mehreren Ländermärkten.

Abteilungen, externe Agenturen und interne Teams arbeiten in TYPO3 mit exakt zugeschnittenen Zugriffsrechten in klar getrennten Zuständigkeiten.

TYPO3 Installationen laufen häufig über viele Jahre stabil. Gepflegt durch regelmäßige Upgrades statt kompletter Relaunches entwickelt sich das System flexibel mit den Veränderungen im Unternehmen und bleibt dabei maximal sicher. Das macht die Total Cost of Ownership über die Zeit gut kalkulierbar.

In welchen Bereichen ist Abwägung zwischen den Systemen erforderlich?

Ein fairer Vergleich benennt natürlich auch die Punkte, an denen TYPO3 gegenüber Joomla mehr Planung verlangt.

Joomla verfügt über ein größeres Repository an sofort einsetzbaren Erweiterungen.

TYPO3 verfolgt einen gezielteren Ansatz mit Enterprise-tauglichen Extensions, was für individuelle Anforderungen häufiger eine Anpassung durch Entwickler bedeuten kann.

TYPO3 verfügt weltweit über mehr als 75.000 registrierte Entwickler und über 1.200 zertifizierte Integratoren, die Community konzentriert sich jedoch stark auf die DACH-Region.

Für Unternehmen mit internationalen Standorten außerhalb des deutschsprachigen Raums lohnt sich eventuell ein Blick auf die lokale Verfügbarkeit von TYPO3-Entwicklern, während Joomla global etwas breiter vertreten ist.

Für Redakteure, die international, mehrsprachig und losgelöst von Entwicklertätigkeiten im System Inhalte pflegen, ist der Einstieg in das Content Management System TYPO3 durch Schulungen effizient realisierbar.

Das TYPO3 Backend bringt eine höhere Funktionstiefe mit, was für neue Redakteure eine etwas längere Einarbeitung bedeuten kann, verglichen mit der einfacheren Joomla Oberfläche. Hier sind allerdings häufig die Vorerfahrungen und individuelle Lernbereitschaft des Redaktionsteams entscheidende Faktoren, die Einarbeitungszeiten beeinflussen.

Stärken von Joomla im fairen Vergleich

Joomla bringt bereits ab Werk umfangreiche Grundfunktionen mit und punktet mit einem großen, sofort verfügbaren Erweiterungsmarkt sowie guter community-gepflegter Dokumentation. Für kleinere Projekte mit einfachem Funktionsumfang und begrenztem Budget bleibt Joomla eine praktikable Lösung.

Der Unterschied im Potenzial der Systeme zeigt sich beim Wachstum. Sobald ein Unternehmen mehrere Sprachen bedient, differenzierte Redaktionsprozesse benötigt oder erhöhte Anforderungen an Struktur und Sicherheit stellt, gelangt Joomla an Grenzen im Systemkern selbst.

TYPO3 als Standard im deutschsprachigen Raum

Für Unternehmen im DACH-Raum ist die Ausgangslage eindeutig. TYPO3 hat seine stärkste Verbreitung genau in dieser Region und wird von einer dichten Basis an Agenturen und Dienstleistern getragen. Die TYPO3 GmbH und die gemeinnützige TYPO3 Association, Simple Web-Solutions ist hier Silver Member, investieren gemeinsam in die Weiterentwicklung des Programmkerns.

Für Unternehmen mit Sitz oder Schwerpunkt in Deutschland, Österreich oder der Schweiz bedeutet das eine breite Auswahl an erfahrenen Partnern, kurze Wege bei Support-Fragen und eine Plattform, die auf die hiesigen Anforderungen an Struktur und Governance perfekt zugeschnitten ist.

Nähe zum europäischen Datenschutzstandard

TYPO3 bringt datenschutzrelevante Funktionen bereits im Kern mit, darunter ein konfigurierbares Benutzerzugriffsmanagement, anonymisierte IP-Adressen und durchgängige HTTPS/TLS -Unterstützung. Ergänzt wird das durch eine community-getragene DSGVO Initiative, die den TYPO3-Kern gezielt an europäische Datenschutzanforderungen anpasst.

Das TYPO3 Security Team betreut die Plattform aktiv und die europäische Prägung des Projekts erleichtert Unternehmen in der DACH-Region die Einhaltung hoher Datenschutzstandards spürbar.

Fazit: Warum Unternehmen in der Region DACH zunehmend von Joomla zu TYPO3 wechseln

Die Wahl zwischen Joomla und TYPO3 ist für Unternehmen im deutschsprachigen Raum eine strategische Grundsatzentscheidung. Joomla bleibt für einfache Websites mit überschaubarem Funktionsumfang eine funktionierende Lösung. Für Unternehmen, die wachsen, mehrere Märkte bedienen, klare Redaktionsstrukturen benötigen und Wert auf europäischen Datenschutzstandard sowie langfristige Investitionssicherheit legen, ist TYPO3 die im DACH-Raum etablierte und wirtschaftlich robustere Wahl.

Genau aufgrund dieser Erkenntnis tragen unsere Kunden immer wieder die Entscheidung für einen Systemwechsel mit, sobald sie die tatsächliche Substanz ihrer bestehenden Website betrachtet haben.

Sprechen Sie uns an, wenn Sie die Zukunftsfähigkeit Ihrer aktuellen Joomla-Plattform einschätzen möchten.

Wir analysieren Ihr System gemeinsam mit Ihnen und zeigen auf, welcher Weg für Ihr Unternehmen der passende ist.